Modellprojekt Schulgesundheitsfachkräfte in Brandenburg gestartet

Das Modellprojekt „Schulgesundheitsfachkräfte an öffentlichen Schulen im Land Brandenburg“ startete im Februar 2017. Damit wird ein schulnahes Angebot der gesundheitlichen Versorgung erprobt. Seit Beginn des 2. Schulhalbjahres 2016/17 sind zehn Schulgesundheitsfachkräfte an 20 Schulen in Brandenburg im Einsatz. Sie werden in den kommenden zwei Jahren Erste Hilfe bei Verletzungen leisten, aber auch präventiv in der Gesundheitsvorsorge wirken oder bei chronischen Erkrankungen Eltern und Lehrerschaft unterstützen. Insgesamt betreuen sie mehr als 7000 Schülerinnen und Schüler in Landkreisen und kreisfreien Städten.

Dem Einsatz der Schulgesundheitsfachkräfte liegt der Gedanke zugrunde, dass es einen Zusammenhang zwischen dem gesunden Aufwachsen von Kindern und ihrem Bildungserfolg gibt. Unabhängig von der Einkommens- und Lebenssituation der Eltern hat jedes Kind das Recht auf ein gesundes Aufwachsen, bestmögliche Förderung und damit Aussicht auf eine erfolgreiche Bildungslaufbahn. Studien zeigen aber, dass sich Armut und soziale Benachteiligung sowohl auf die allgemeine als auch auf die gesundheitliche Entwicklung im Kindes- und Jugendalter auswirken. Dazu gehören zum Beispiel Sprach- und Sprechstörungen, Adipositas, mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder Wahrnehmungs- und Koordinierungsstörungen. Die Schulgesundheitsfachkräfte tragen den Gesundheitsaspekt in die Schulen und können dort alle Kinder direkt ansprechen. Sie leisten damit einen aktiven Beitrag zu mehr Teilhabegerechtigkeit.

Träger des Modellprojektes ist der AWO Bezirksverband Potsdam e.V., Kooperationspartner sind das brandenburgische Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, die AOK Nordost – Die Gesundheitskasse und die Unfallkasse Brandenburg.

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