Gesundheitsministerin Karawanskij: „25 Jahre gemeinsames Engagement für gesunde Kinderzähne zahlt sich aus“

Die Brandenburger Gruppenprophylaxe feiert Jubiläum: Seit nunmehr 25 Jahren engagieren sich Teams der Zahnärztlichen Dienste der Gesundheitsämter in allen Landesteilen in Kitas und Schulen. Mit Erfolg: Immer weniger 12-Jährige kennen Karies und ihre Folgen aus eigenem Erleben. Heute haben 76 Prozent von ihnen naturgesunde Zähne, 1993 lag dieser Anteil nur bei 37 Prozent. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Brandenburger Gruppenprophylaxe findet heute eine Fachtagung in Potsdam statt. Dazu hat das Gesundheitsministerium den Gesundheitsbericht „25 Jahre gemeinsam für gesunde Kinderzähne“ veröffentlicht.

Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij freut sich über die Ergebnisse des Gesundheitsberichts „25 Jahre gemeinsam für gesunde Kinderzähne“: „Was die Teams der Zahnärztlichen Dienste der Gesundheitsämter in Kitas und Schulen in ganz Brandenburg gemeinsam mit den Kitaerziehenden und Lehrerinnen und Lehrern geleistet haben, kann sich sehen lassen. Ich danke allen an diesem wundervollen, wichtigem Projekt Beteiligten und ermutige sie, in ihrem Bemühen nicht nachzulassen.“

Die Zahngesundheit von Kindern hat in Brandenburg einen sehr hohen Stellenwert. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner über solch einen langen Zeitraum ist beeindruckend und zeigt, dass sich vernetztes Arbeiten lohnt. Diese präventive Betreuung hat sich zum reichweitenstärksten Präventions- und Gesundheitsförderungsangebot für Kinder und Jugendliche etabliert. Die Gruppenprophylaxe führt nachweislich zu mehr Mund- und damit zu mehr Kindergesundheit. Für Brandenburger Kinder ist es heute selbstverständlich, dass ihre Zähne regelmäßig in Kitas und Schulen untersucht werden. Und in den meisten Kitas gehört das gemeinsame Zähneputzen zum Alltag. „Das ist wichtig. Denn gesunde Milchzähne beeinflussen die gesamte Entwicklung der Kinder positiv“, so die Ministerin weiter.

Hintergrund

Im Juni 1993 haben Gesundheitsministerium, Landesverbände der Krankenkassen, Landeszahnärztekammer und kommunale Spitzenverbände die Vereinbarung zur Förderung der zahnmedizinischenen Gruppenprophylaxe (gemäß § 21 SGB V) unterzeichnet. Die Partner stimmen sich seitdem jährlich zur Umsetzung der Maßnahmen ab.

Von der Kindertagesstätte bis zur Schule führen die Zahnärztlichen Dienste der Landkreise und kreisfreien Städte jährlich zahnärztliche Untersuchungen durch. Parallel dazu kommen präventive Maßnahmen, wie altersgerechte Anleitung zur Mundhygiene, Fluoridierungsmaßnahmen, Ernährungslenkung sowie spezifische Programme für Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko zum Einsatz. Diese aufsuchenden präventiven Maßnahmen werden als Gruppenprophylaxe bezeichnet und ergänzen die individuellen Prophylaxeleistungen der Zahnarztpraxen.

Insgesamt hat die gruppenprophylaktische Betreuung im Land Brandenburg einen flächendeckenden und hohen Erreichungsgrad. Durchschnittlich werden pro Schuljahr Kinder in über 90 Prozent der Kindertagesstätten, Grund- und Förderschulen erreicht.

Am Präventionsprogramm „Kita mit Biss“ beteiligen sich mittlerweile über 500 Kitas, die Handlungsleitlinien für einen (mund-)gesunden Kita-Alltag freiwillig und selbstverpflichtend umsetzen. Das fördert die Mundgesundheit von klein auf an und trägt zur Vermeidung der frühkindlichen Karies bei. Die kommunalen Strukturen der Gruppenprophylaxe unterstützen die Kitas dabei.

Weitere Informationen unter www.brandenburger-kinderzaehne.de

Der Gesundheitsbericht „25 Jahre gemeinsam für gesunde Kinderzähne“ ist unter https://masgf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c. 609790.de veröffentlicht.

 

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