Erläuterung zu Hintergrund & Fakten

Armutsrisikoquote

Ein Indikator zur Darstellung der relativen Armut ist die Armutsrisikoquote, die die Ungleichheit in der Einkommensverteilung misst. Die Armutsrisikoquote gibt den Anteil der Personen an, deren äquivalenzgewichtetes Haushaltsnettoeinkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung (Median) beträgt. Folglich wird das mittlere Einkommensniveau der Bevölkerung als Maßstab genommen, um die individuelle Einkommenslage in Relation dazu zu untersuchen.

Kinder in Bedarfsgemeinschaften

Beziehende von Grundsicherungsleistungen, die mit Partner und/ oder Kindern, für die sie unterhaltspflichtig sind, zusammenleben, bilden eine Bedarfsgemeinschaft. Anfang des Jahres 2016 wurde die Grundsicherungsstatistik SGB II umgestellt. Mit der Revision konnte die Transparenz der Grundsicherungsstatistik SGB II erhöht werden.

Kinder in Bedarfsgemeinschaften sind

  • nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte unter 15 Jahren (NEF), die in einer Bedarfsgemeinschaft mit ALG-II-Leistungsbeziehenden leben und Sozialgeld als Regelleistung erhalten.
  • Neben den Regelleistungsberechtigten umfasst diese Gruppe auch sog. sonstige Leistungsberechtigte (NESLB), die keinen Anspruch auf Regelleistungen haben, jedoch einmalige Leistungen in besonderen Lebenssituationen (z.B. aus dem Bildungspaket) erhalten.
  • Darüber hinaus werden auch Nicht Leistungsberechtigte erfasst. In diesem Fall sind das Kinder ohne Leistungsanspruch (KOL). Sie leben zwar mit SGB II-Leistungsberechtigten in einer Bedarfsgemeinschaft, haben jedoch z.B. aufgrund von Unterhaltszahlungen eines getrennt lebenden Elternteils keinen eigenen Leistungsanspruch.