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Sprach- und Sprechstörungen

Eine altersgerechte Entwicklung der Sprache und des Sprachverständnisses ist für den schulischen Erfolg bedeutsam. Bei fast jedem fünften einzuschulenden Kind wurde eine Sprach- und Sprechstörung im Jahr 2013 durch die Ärztinnen und Ärzte des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes festgestellt, bei Jungen häufiger als bei Mädchen (2013: 23,1% vs. 17,4%).

Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus waren mehr als dreimal so häufig betroffen wie Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus. Bezogen auf die soziale Lage lässt sich im Zehnjahreszeitraum eine starke Zunahme der Befundraten bei Einschülern aus Familien mit niedrigem Sozialstatus erkennen (von rund 27% auf über 40%), während sich bei Kindern aus Familien mit mittlerem Sozialstatus der Trend zwischen 15% und 20% einpendelt und bei Kindern mit hohem Sozialstatus sogar rückläufig ist.

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Adipositas (starkes Übergewicht)

Nachdem die Adipositasrate bei den Einschülern in den Jahren 2003 bis 2009 kontinuierlich zurückgegangen war (auf etwa 3%), gab es in den folgenden Jahren bis 2012 wieder einen Anstieg. Nach einem Rückgang 2013 liegen 2014 die Adipositasraten mit 3,5% wieder auf einem durchschnittlichen Niveau (Mädchen 3,9% und Jungen 3,1%).

Die Adipositasrate bei Einschülern zeigt einen starken Zusammenhang mit der sozialen Lage der Familien. Je höher der soziale Status der Familien, desto seltener fand sich eine Adipositas in dieser Altersgruppe. Bei den Kindern aus Familien mit niedrigem Sozialstatus war eine nahezu vierfach höhere Rate festzustellen verglichen mit den Kindern aus Familien mit hohem Sozialstatus.

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