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Überblick über die Lebenslagen von Kindern in Brandenburg

Daten und Fakten zur Armut in Brandenburg

Soziale Lage und Armutsgefährdung

Die Armutsrisikoquote gemessen am Bundesmedian liegt im Land Brandenburg bei 15,7 Prozent und damit im bundesweiten, aber unter dem ostdeutschen Durchschnitt. Die Armutsrisikoquote von kleinen Kindern ist höher als die der Gesamtbevölkerung: Bei den unter 3-Jährigen sowie den 3- bis 6-Jährigen beträgt sie jeweils knapp 20 Prozent. Die regionale Analyse zeigt, dass im Berliner Umland die Armutsrisikoquote weitaus geringer ist als im weiteren Metropolenraum. Darüber hinaus weisen Haushalte mit Alleinerziehenden ein höheres Armutsrisiko auf als Paar-Haushalte. Im Land Brandenburg liegt die Armutsrisikoquote für Haushalte mit Alleinerziehenden bei 47 Prozent. Das heißt, dass statistisch gesehen die Hälfte der Alleinerziehenden-Haushalte in Brandenburg das Risiko aufweist, in Armut zu leben. Dieser Aspekt ist auch vor dem Hintergrund wichtig, dass mehr als die Hälfte der Kinder unter sechs Jahren, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, bei einem alleinerziehenden Elternteil wohnt.Knapp ein Fünftel der Kinder unter sechs Jahren wächst in Brandenburg in einer Bedarfsgemeinschaft auf. Dieser Anteil liegt etwas über dem Anteil für Gesamtdeutschland, aber deutlich unter dem Anteil für Ostdeutschland. Hinsichtlich des Anteils der Kinder unter sechs Jahren, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, sind deutliche regionale Unterschiede im Land Brandenburg erkennbar. In den Regionen, die an Berlin angrenzen, ist der Anteil geringer als in den weiter entfernten kreisfreien Städten und Landkreisen. Positiv zu bewerten ist, dass der Anteil der Kinder unter sechs Jahren, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, seit dem Jahr 2011 zurückgegangen ist.Im Jahr 2015 kamen knapp die Hälfte der eingeschulten Kinder aus Familien mit mittlerem Sozialstatus, 12 Prozent aus Familien mit niedrigem Sozialstatus. Diese Anteile haben seit 2006 stetig abgenommen. Der Anteil der Kinder aus einer Familie mit hohem Sozialstatus hat hingegen seit 2006 zugenommen und lag im Jahr 2015 bei 41 Prozent.

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Gesundheitliche Lage

Im Jahr 2015 wiesen mehr als ein Fünftel der eingeschulten Kinder eine Sprach- oder Sprechstörung auf. Dieser Anteil beträgt 44 Prozent und ist unter den Kindern aus Familien mit niedrigem Sozialstatus weitaus höher als bei den anderen Kindern.
Ebenso haben eingeschulte Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus häufiger (weiteren) Förderbedarf als andere Kinder. Unter den Kindern aus Familien mit niedrigem Sozialstatus liegt der Anteil der Kinder mit (weiterem) Handlungsbedarf bei 18 Prozent, bei Kindern aus Familien mit mittlerem Sozialstatus bei 10 Prozent und bei Kindern aus Familien mit hohem Sozialstatus bei 7 Prozent.

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(Frühkindliche) Bildung

Knapp 60 Prozent der Kinder unter drei Jahren wurden im März 2016 im Land Brandenburg in einer Kindertageseinrichtung oder der Kindertagespflege betreut. Dieser Anteil ist der höchste im Bundesländervergleich. Für Kinder im Alter von drei bis unter sechs Jahren lag die Betreuungsquote bei 96 Prozent.

Seit 2010 nahm die Zahl der Kindertageseinrichtungen um 6 Prozent zu. Die Zahl der betreuten Kinder stieg in dieser Zeit um 19 Prozent an. Im entsprechenden Zeitraum nahm die Zahl der tätigen Personen im größeren Umfang zu (35%), wodurch der Personalschlüssel optimiert werden konnte.

Der Anteil der integrativen Kindertageseinrichtungen liegt im März 2017 bei 22 Prozent und damit unter dem ostdeutschen sowie deutlich unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt.

Etwa 8 Prozent der Kinder unter sechs Jahren in Tageseinrichtungen stammen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil eine ausländische Herkunft hat. In knapp 60 Prozent dieser Familien wird vorrangig nicht deutsch gesprochen. Bezogen auf die Kinder unter sechs Jahren mit Migrationshintergrund in der Bevölkerung zeigt sich, dass diese Kinder seltener eine Kindertageseinrichtung besuchen. Im Hinblick auf die Möglichkeit des Erwerbs der deutschen Sprache ist dieses Ergebnis kritisch zu betrachten.

Darüber hinaus geben die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen Hinweise darauf, dass Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus die Kindertageseinrichtungen für eine kürzere Zeit und häufiger gar nicht besuchen. Unter diesen Kindern ist der Anteil derjenigen, die eine Kita gar nicht oder weniger als ein Jahr besucht haben, mit 6 Prozent deutlich höher als unter den Kindern aus Familien mit mittlerem Sozialstatus (2 Prozent) oder mit hohem Sozialstatus (1 Prozent).

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Bevölkerung unter 18 Jahren in Brandenburg nach Altersgruppen und Geschlecht


Quelle: Statistisches Bundesamt; grafische Darstellung ISG

Im Land Brandenburg leben am Jahresende 2015 knapp 2,5 Mio. Menschen, davon sind etwa 373.000 Personen jünger als 18 Jahre. Der Anteil der unter 18-Jährigen im Land Brandenburg liegt bei 15 Prozent der Bevölkerung; dies entspricht auch in etwa deren Anteil in Ostdeutschland. Der bundesweite Anteil dieser Altersgruppe liegt mit 16,2 Prozent etwas darüber. Der Vergleich auf Kreisebene zeigt, dass der Anteil der unter 18-Jährigen in Potsdam sowie in den Landkreisen Barnim, Havelland, Oberhavel, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming über dem brandenburgischen Durchschnitt liegt. Unter dem landesweiten Durchschnitt liegt der entsprechende Anteil in Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder) sowie in den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Prignitz und Spree-Neiße. Zu beachten ist, dass es sich um geringe Unterschiede von max. rund 2 Prozentpunkten handelt (differenzierte Angaben siehe sozialspezial 6).

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Familienformen mit (kleinen) Kindern


Quelle: Statistisches Bundesamt; grafische Darstellung ISG

In den meisten Fällen leben die Kinder bei ihren Eltern und sind von diesen abhängig, so dass ihre Lebenslage wesentlich durch die ihrer Familie beeinflusst wird. Diese Abhängigkeit drückt sich zum einen als ökonomische Abhängigkeit aus, in der Angewiesenheit auf die Versorgung durch ein ausreichendes Haushaltseinkommen. Zum anderen legt die Familie die Grundlage zur sozialen Teilhabe der Kinder an der Gesellschaft.

Insgesamt wurden im Jahr 2016 im Land Brandenburg knapp 1.241.800 Haushalte gezählt. Davon sind 37 Prozent Einpersonen- und 63 Prozent Mehrpersonenhaushalte. In 27 Prozent der brandenburgischen Haushalte leben Kinder. In 17 Prozent der Haushalte lebt ein Kind, in 9 Prozent der Haushalte zwei Kinder und in 2 Prozent der Haushalte drei Kinder. In einem geringen Anteil von 0,5 Prozent der Haushalte wohnen vier und mehr Kinder (differenzierte Angaben siehe sozialspezial 6).

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Monatliches Nettoeinkommen in Brandenburg (nach Familienform und Kinderzahl)


Quelle: Statistisches Landesamt Berlin-Brandenburg, Auswertung des Mikrozensus 2016; grafische Darstellung ISG
Die Datenbeschriftung der prozentualen Anteile von 1 Prozent und weniger werden aus Gründen der Lesbarkeit nicht dargestellt.

Die Einkommensverteilung unterscheidet sich deutlich nach der Familienform. Alleinerziehende haben häufig ein geringeres Einkommen als Paare mit Kind(ern). Die Mehrheit von über 80 Prozent der Ehepaare und Lebensgemeinschaften mit Kindern unter 18 Jahren verfügen über ein Einkommen von 2.300 Euro und mehr. Bei den Alleinerziehenden liegt dieser Anteil bei 17 Prozent. Während beim Einkommen von Paaren mit Kindern kaum Unterschiede hinsichtlich der Kinderzahl erkennbar sind, ist dies bei den Alleinerziehenden anders: Mehr als ein Drittel der Alleinerziehenden mit einem Kind unter 18 Jahren verfügt über ein Einkommen von 900 Euro bis unter 1.300 Euro. Unter den Alleinerziehenden mit zwei und mehr Kindern geben dies nur 7 Prozent an. Dementsprechend sind hier die Anteile höher, die über ein Einkommen von 1.300 Euro und mehr verfügen. In der oberen Einkommensgruppe von 2.300 Euro und mehr gibt es deutliche Unterschiede: 15 Prozent der Alleinerziehenden mit einem Kind unter 18 Jahren steht ein Einkommen in dieser Höhe zur Verfügung, bei den Alleinerziehenden mit zwei und mehr Kindern sind es 25 Prozent. Diese Unterschiede lassen sich unter anderem auf die höheren Unterhaltszahlungen bei zwei und mehr Kindern zurückführen (differenzierte Angaben siehe sozialspezial 6).

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Armutsrisikoquote gemessen am Bundesmedian nach Altersgruppen


Quelle: Statistisches Landesamt Berlin-Brandenburg; grafische Darstellung ISG (Hinweis: Die Altersgruppen sind unterschiedlich zugeschnitten; Mikrozensus 2016.)

Die Abbildung stellt das Armutsrisiko im Lebensverlauf dar und macht deutlich, wie hoch das Armutsrisiko in der Kindheit und Jugend ist. Erst nach einem erfolgreichen Berufseintritt sinkt das Risiko, in Armut zu leben. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse deutliche Unterschiede zwischen dem Berliner Umland und dem weiteren Metropolenraum: So liegt die Armutsrisikoquote im Berliner Umland in allen Altersgruppen unter dem brandenburgischen Landesdurchschnitt, während die Armutsrisikoquote im weiteren Metropolenraum darüber liegt.

Im Jahr 2016 lag die Armutsrisikoquote gemessen am Bundesmedian im Land Brandenburg für die gesamte Bevölkerung bei 15,7 Prozent und damit im bundesweiten Durchschnitt. In Ostdeutschland lag sie durchschnittlich höher bei 18,4 Prozent. Differenziert nach Berliner Umland und weiterem Metropolenraum werden deutliche Unterschiede sichtbar: Im Berliner Umland lag die Armutsrisikoquote bei 11,6 Prozent und im weiteren Metropolenraum bei 18,3 Prozent.

Werden nur die unter 18-Jährigen betrachtet, ist die Armutsrisikoquote noch weitaus höher: Im Land Brandenburg lag sie 2016 für die unter 18-Jährigen bei 21,1 Prozent, in Deutschland bei 20,2 Prozent und in Ost-Deutschland bei 24,5 Prozent. [Statistisches Landesamt Berlin-Brandenburg – Auswertungen des Mikrozensus 2016 und Sozialberichterstattung des Bundes und der Länder.] Somit weisen Familien mit Kindern ein höheres Armutsrisiko auf als Familien ohne Kinder (differenzierte Angaben siehe sozialspezial 6).

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Armutsrisikoquote nach Haushaltstyp im Vergleich


Quelle: Statistisches Landesamt Berlin-Brandenburg, Mikrozensus 2016, gemessen am Bundesmedian; grafische Darstellung ISG (Kinder unter 18 Jahren)

Die Armutsrisikoquote unterscheidet sich deutlich zwischen den verschiedenen Haushaltstypen. So weisen Haushalte, in denen nur ein Erwachsener mit Kindern lebt, ein weitaus höheres Armutsrisiko auf als Haushalte, in denen zwei Erwachsene mit Kindern leben. Die Armutsrisikoquote von Alleinerziehenden liegt im Land Brandenburg bei 47 Prozent, dies entspricht dem ostdeutschen Durchschnitt. In Gesamtdeutschland beträgt die Armutsrisikoquote dieser Haushalte 44 Prozent. Im Berliner Umland liegt die Armutsrisikoquote der Haushalte von Alleinerziehenden bei 42 Prozent und somit weit unter der Quote von 50 Prozent im weiteren Metropolenraum.

Leben hingegen zwei Erwachsene mit einem Kind oder zwei Kindern zusammen, verringert sich das Risiko, in Armut zu leben, erheblich. In Brandenburg liegt die Armutsrisikoquote dieser Haushalte bei 9 Prozent bzw. 11 Prozent und damit eher im bundesweiten und unter dem ostdeutschen Durchschnitt. Hier sind auch wieder deutliche Unterschiede zwischen dem Berliner Umland und dem weiteren Metropolenraum erkennbar: Im Berliner Umland liegt die Armutsrisikoquote für diese Paar-Haushalte bei jeweils 7 Prozent, im weiteren Metropolenraum hingegen bei 11 Prozent bzw. 15 Prozent (differenzierte Angaben siehe sozialspezial 6).

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Kinder (unter 6 Jahren) in Bedarfsgemeinschaften im Zeitvergleich


Quelle: Bundesagentur für Arbeit und Statistisches Landesamt; grafische Darstellung ISG
(Im Jahr 2016 wurden die Anteile an der Altersgruppe anhand der Bevölkerungsdaten aus dem Jahr 2015 berechnet.)

Wer seinen Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft sichern kann, hat Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung, die gewährleisten sollen, dass das soziokulturelle Existenzminimum nicht unterschritten wird. Die Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) ebenso wie die Hilfe zum Lebensunterhalt (SGB XII) umfasst Regelsätze für den laufenden Lebensunterhalt, eine Übernahme der angemessenen Kosten der Unterkunft und Heizung, in besonderen Fällen auch Mehrbedarfszuschläge (z.B. für Alleinerziehende) und ggf. einmalige Leistungen in Sonderfällen. Darüber hinaus gibt es für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Leistungen zur Teilhabe. Zu diesen Leistungen zählen unter anderem die Mehraufwendungen für Mittagessen, die Lernförderung, der persönliche Schulbedarf, Schülerbeförderung, die Aufwendungen für Schulausflüge und Klassenfahrten und auch ein Betrag in Höhe von monatlich zehn Euro zur Teilnahme an Bildungs-, Sport- und Freizeitangeboten (sog. Bildungspaket).

Im Dezember 2016 lebten in Brandenburg 11.198 Kinder unter drei Jahren und 11.101 Kinder von drei bis unter sechs Jahren in einer Bedarfsgemeinschaft (Kinder unter sechs Jahren insgesamt: 22.299). Dies entspricht einem Anteil von 18,5 Prozent bzw. 17,6 Prozent an der entsprechenden Altersgruppe in der Bevölkerung (Anteil Kinder unter sechs Jahren an der Bevölkerung: 18%). Damit liegt dieser Anteil weit unter dem ostdeutschen Durchschnitt: In Ostdeutschland leben jeweils knapp 30 Prozent der unter 3-Jährigen und der 3- bis unter 6-Jährigen in Bedarfsgemeinschaften. Bei Betrachtung des bundesweiten Durchschnitts ist festzustellen, dass die Anteile im Land Brandenburg nur leicht über diesem liegen (unter 3-Jährige und 3- bis unter 6-Jährige je 16,9 Prozent).

Im Zeitraum von 2011 bis 2016 ist die Anzahl der Kinder unter drei Jahren, die im Land Brandenburg in einer Bedarfsgemeinschaft leben, von 13.468 auf 11.198 Kinder zurückgegangen (-17 Prozent). Die Anzahl der Kinder von drei bis unter sechs Jahren in Bedarfsgemeinschaften ist in diesem Zeitraum von 13.139 auf 11.101 Kinder zurückgegangen (-16 Prozent). Somit ist die Zahl der unter 6-Jährigen in Bedarfsgemeinschaften insgesamt von 26.607 (Jahr 2011) auf 22.299 (Jahr 2016) gesunken, dies entspricht einem Rückgang um 16 Prozent (differenzierte Angaben siehe sozialspezial 6; umfangreiche Daten zu Kindern in Bedarfsgemeinschaften siehe hier.

Hintergrund: Wer seinen Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft sichern kann, hat Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung, die gewährleisten sollen, dass das soziokulturelle Existenzminimum nicht unterschritten wird. Die Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) ebenso wie die Hilfe zum Lebensunterhalt (SGB XII) umfasst Regelsätze für den laufenden Lebensunterhalt, eine Übernahme der angemessenen Kosten der Unterkunft und Heizung, in besonderen Fällen auch Mehrbedarfszuschläge (z.B. für Alleinerziehende) und ggf. einmalige Leistungen in Sonderfällen. Darüber hinaus gibt es für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Leistungen zur Teilhabe. Zu diesen Leistungen zählen unter anderem die Mehraufwendungen für Mittagessen, die Lernförderung, der persönliche Schulbedarf, Schülerbeförderung, die Aufwendungen für Schulausflüge und Klassenfahrten und auch ein Betrag in Höhe von monatlich zehn Euro zur Teilnahme an Bildungs-, Sport- und Freizeitangeboten (sog. Bildungspaket).

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Was bedeutet es arm zu sein

  • 20 Prozent der Kinder im Grundsicherungsbezug leben in beengten Wohnverhältnissen → 3,9 Prozent aller Kinder
  • 76 Prozent können keinen Urlaub von mindestens einer Woche machen → 21 Prozent der übrigen Kinder
  • 14 Prozent der Kinder im SGB-II-Bezug leben in Haushalten ohne Internet → Übrige: 1 Prozent
  • 38 Prozent leben in Haushalten ohne Auto → Übrige: 1,6 Prozent
  • 31 Prozent ist es nicht möglich, wenigstens einmal im Monat Freunde zum Essen nach Hause einzuladen → Übrige: 3,3 Prozent
  • 10 Prozent der Kinder mit SGB-II-Bezug besitzen nicht alle Haushaltsmitglieder ausreichende Winterkleidung → Übrige: 0,7 Prozent

Quelle: www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2015/mai/bedarfslagen-von-familien-in-prekaeren-lebensverhaeltnissen/

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Zusammenhang niedriger Sozialstatus der Familien und Kindergesundheit

In der Gesundheitsberichterstattung des Landes Brandenburg erlaubt der Sozialstatus Auswertungen zum Einfluss sozial bedingter gesundheitlicher Unterschiede. Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus zeigen häufiger Gesundheitsstörungen im Vergleich zu Kindern aus Familien mit hohem Sozialstatus. Ebenfalls haben sie zweieinhalb Mal so häufig chronische Erkrankungen im Vergleich zu Kindern aus Familien mit hohem Sozialstatus (24,8 % vs. 9,1%).

Die Daten und Interpretationen werden auf der Gesundheitsplattform Brandenburg zur Verfügung gestellt.

www.gesundheitsplattform.brandenburg.de – nach sozialer Lage

Die Koppelung von niedrigem Sozialstatus und Gesundheitszustand der Kinder ist am deutlichsten bei folgenden vier Indikatoren:

  • Emotionale/soziale Störungen
  • Bewegungsstörungen
  • Sprach- und Sprechstörungen
  • Adipositas (starkes Übergewicht)

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